BallonfahrenUnsere andere Leidenschaft neben der Metallbearbeitung ist das Ballonfahren

1989 hatte Peter Blaser die Idee, den Firmennamen mit einem Heissluftballon in die Welt hinaus zu tragen. Aus dieser Idee ist eine Firmensportgruppe geworden mit heute 16 Ballonen in der Schweiz, Deutschland und den USA. Viele Mitarbeitende machen mit als Piloten, als Bodencrew und in der Wartung. Ballonfahren ist Teamwork. Und will man in die Luft, müssen erst noch Wind und Wetter stimmen. Schon unzählige Kunden und Mitarbeitende hatten das Glück, im Ballon über die schönen Landschaften zu schweben – in diesem sanften Gefährt, das überall auf der Welt freundlich empfangen wird. Die Welt von oben zu sehen, ist ein beeindruckendes Erlebnis. Es bestärkt uns, zu unserer Erde Sorge zu tragen.

Eine Firmenführung der besonderen Art

Der Ballon ist zuerst eine schlaffe Hülle. Sie liegt ausgebreitet auf dem Parkplatz des Firmengeländes von Blaser Swisslube. Peter Blaser stellt mit zwei Helfern den Korb auf, montiert vier Gasflaschen daran und stellt zwei Ventilatoren auf, welche die Hülle mit Luft füllen. Keine fünf Minuten später hebt der weissblaue Heissluftballon ab.

Peter Blaser, der ab sofort nur noch Peter heisst, weil man sich in der Luft duzt, Peter also steuert den Ballon über Hasle-Rüegsau. Er tut dies mit der einen Hand am Gasgriff, mit dem er laut zischende Flammen in die Hülle jagt, mit der andern an einer roten Leine, welche am obersten Punkt des Ballons Tuchklappen öffnet, um Luft abzulassen.

«Wohin geht die Reise?», wollen wir wissen.
«Hierher zurück», sagt Peter, «allerdings weiss man beim Ballonfahren nie mit hundertprozentiger Sicherheit, wo man letztlich landen wird.»

Das mag zwar stimmen. Trotzdem wird man den Eindruck nicht los, Peter Blaser wisse genau, wo er landen wird. Der Mann, der in über 35 Jahren an der Spitze von Blaser Swisslube das Unternehmen zu dem machte, was es heute ist, und immer noch als dessen Verwaltungsratspräsident amtiert, hat die Wetterlage sorgfältig studiert. Schliesslich wandelt sich auch kein Unternehmen einfach so vom reinen Schmierstoffanbieter in der Schweiz zum globalen Kühlschmierstoffproduzenten, der seine Produkte mittlerweile in 60 Ländern verkauft.

«Und wie lange dauert die Reise», fragen wir, obschon wir die Antwort erahnen. «Ungefähr eine Stunde, aber auch das kann ganz anders herauskommen.»

Der Ballon gleitet nur wenige Meter über die Dächer der Fabrikhallen – eine Firmenführung aus der Vogelperspektive. Wäre nicht ein mehrfacher Schweizer- und Vizeeuropameister im Ballonfahren am Steuer, man befürchtete Schlimmes. Noch schlafen die meisten Anwohner im Dorf, lediglich ein paar Hunde bellen, aufgescheucht vom Geräusch der zischenden Gasflammen. Peter reizen nun höhere Sphären und er beginnt, mit dem Wind zu spielen.

Am Anfang stand Peter Blasers Wunsch, als bedeutender Arbeitgeber der Region ein Stück über die engen Grenzen des Emmentals hinaus wahrgenommen zu werden. Ein Ballon mit seiner riesigen bemalbaren Fläche schien ihm das richtige und für die sanft hügelige Gegend passende Instrument dazu zu sein. «Selber steuern wollte ich den Ballon eigentlich nicht, doch bei der ersten Fahrt hat es mich gepackt und ich wurde zum leidenschaftlichen Ballonfahrer», sagt Peter. Heute tragen mehr als ein Dutzend Ballone das Firmenlogo im wahrsten Sinne des Wortes in die Welt hinaus. Die firmeninterne Ballongruppe umfasst 70 Mitglieder. Selbst die Tochtergesellschaft in den USA liess sich von der Leidenschaft anstecken und hat eine eigene Ballongruppe gegründet. Wenn ein Kunde als Dank für eine langjährige Beziehung das erste Mal mit einem Blaser Swisslube-Ballon in die Luft steigt, schweisst das einmalige Erlebnis den Käufer mit dem Anbieter noch mehr zusammen. Kein Marketingprofi hätte ein besseres Konzept für Imagewerbung, Mitarbeitermotivation und Kundenbindung gleichzeitig aushecken können.

Peter hat unser Gefährt mittlerweile auf 2'000 Meter Höhe gesteuert. Die Morgensonne taucht die schneebedeckten Alpen in ihr goldenes Licht. Die Welt ist von hier oben eine Spielzeuglandschaft, und man kann sich gut vorstellen, wie Peter jeweils neue Expansionspläne schmiedete, angesichts der fantastischen Aussicht in Richtung des reizvollen Unbekannten.

Nach exakt einer Stunde, Mittel- und Oberwinde haben den Ballon in einem weiten Bogen wieder zurück Richtung Hasle-Rüegsau getragen, landet Peter genau an der Stelle, von der wir abhoben. Wie sagt doch der ebenfalls begeisterte Ballonfahrer und heutige CEO Marc Blaser, laute das Credo der Firma? «Nie zu viel versprechen, dafür umso mehr liefern – und dabei nie den Überblick verlieren.»

Marc Blaser hat das Talent und die Leidenschaft fürs Ballonfahren von seinem Vater geerbt. Als Mitglied der Schweizer Nationalmannschaft nimmt er erfolgreich an internationalen Ballonmeetings und Wettkämpfen teil.

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