13.06.2018 Mikroorganismen sind überall – auch im Kühlschmierstoff

Für das menschliche Auge sind sie unsichtbar, für das Leben auf der Erde unabdingbar. Es sind die Alleskönner unter den Lebewesen. Sie sind Bierbrauer, Ökosystemingenieure, Lebensmitteltechnologen, Überlebenskünstler und vieles mehr. Auch in die Kühlschmierstoffemulsion gelangen sie durch den Wasseranteil und besiedeln die Tanks. Die Liste ihrer Aufgabengebiete ist schier endlos lange und all diese Jobs erfüllen sie zuverlässig seit Milliarden von Jahren. Die Rede ist von den Mikroorganismen. Es sind die kleinsten Lebewesen auf der Erde und haben einen immensen Effekt auf ihre Mitlebewesen.

Bakterien finden wir beinahe überall auf der Welt. Sie haben sich an Lebensräume angepasst, die für uns Menschen ein unvorstellbares Zuhause wären. Sie besiedeln die Schwarzen Raucher in der Tiefsee, die über 120°C heiss werden und für uns Menschen giftige Gase abgeben. Auch in den Gletscherregionen der Antarktis und in Grönland haben sich die Kleinstlebewesen etabliert. Doch nicht nur an extreme Temperaturen haben sie sich adaptiert, auch mit hohen Salzkonzentrationen wie im Toten Meer oder mit stark radioaktiver Strahlung sowie vielem mehr können Bakterien umgehen.

Ein Gebiet, in welchem es unglaublich viel zu entdecken gibt und ich äusserst spannend finde. Sicherlich ein gewichtiger Grund, warum mich mein Lebensweg in die Mikrobiologie geführt hat.

Wir und die Bakterien

Nicht nur in unserer Umwelt wimmelt es von Bakterien, auch unser Körper ist ein riesiger Bakterienzoo. Hierzu ein kleiner Abschnitt aus dem Buch „Darm mit Charme“: „Schaut man sich uns Menschen näher an, stellt man fest, dass jeder von uns wie eine eigene Welt ist. Die Stirn ist eine luftige kleine Wiese, der Ellbogen ein trockenes Ödland, die Augen sind salzige Seen, und der Darm ist der abgefahrenste, riesigste Wald mit den unfassbarsten Kreaturen. So wie wir Menschen den Planeten bewohnen, werden auch wir besiedelt." (www.darm-mit-charme.de)

Ein Highfive für unsere Helfer auf der Haut! (Agarplatte – der gelartige Nährboden)

Freund oder Feind?

Oft wird für Desinfektionsmittel geworben, welche Mikroorganismen abtöten sollen. Keimfreie Oberflächen, keimfreie Hände, Waschmittel, welches die Wäsche von allen Bakterien befreit, antibakterielles Gesichtswasser, oder Haushaltsreiniger. Es scheint, dass die Menschen gerne keimfrei Leben möchten. Da kommt die Frage auf, woher diese Abneigung gegen Mikroorganismen kommt?

Das Problem liegt wohl daran, dass wir Menschen erst aktiv etwas von Mikroorganismen mitbekommen, wenn diese nicht mehr in Schach gehalten werden, zum Beispiel, wenn wir krank sind. Hier erfahren wir den für uns negativen Aspekt der wenigen, krankmachenden Mikroorganismen. Dass die meisten Bakterien für uns und nicht gegen uns kämpfen, bemerken wir hingegen nicht.

Belinda bei der Arbeit im Labor

Ein einzelnes Bakterium hat eine ungefähre Grösse von 3 µm und ist für unsere Augen unsichtbar. Im Vergleich: ein menschliches Haar ist im Durchschnitt 20x dicker als ein Bakterium.

Um die kleinen Überlebenskünstler also sichtbar zu machen, werden im Labor Bakterien auf Nährböden zu Kolonien gezüchtet. Auf diesen Nährböden teilt sich ein Bakterium so oft, bis es eine Kolonie gebildet hat, die von blossem Auge sichtbar ist.

Blasocut – Das Biokonzept

Was hat das nun alles mit Blaser zu tun? Nun, Blasocut, die Produktelinie von Blaser Swisslube, nutzt seit über 40 Jahren die Arbeit der Bakterien im Wasser. Eine wassermischbare Blasocut-Emulsion bleibt von sich aus biologisch stabil, ohne die Beimischung von Bakteriziden.

Ein wässeriges Medium wird im Normalfall sofort von Bakterien besiedelt. Denn wo Wasser ist, da ist auch Leben. In einer Blasocut-Emulsion werden Bedingungen erzeugt, die einem bestimmten, harmlosen Wasserkeim besonders behagen. Dieser besiedelt als erstes die Kühlschmierstoffemulsion und lässt anderen Keimen keinen Platz, sich zu vermehren. Der Wasserkeim, welcher auch im Trinkwasser vorkommt und völlig unbedenklich für den Menschen ist, lässt die Emulsion in ihren Eigenschaften unverändert und wirkt als natürlicher Stabilisator.

Video: Das Blasocut Bio-Konzept

Regulation ist das Schlüsselwort

Die Milch bewahren wir im Kühlschrank auf, damit sie nicht sauer wird: hier wird die Mikrobiologie mittels Temperatur reguliert. In Blaser Blasocut-Kühlschmierstoffen übernimmt unser einzigartiges Biokonzept diese Aufgabe. Folglich kann gänzlich auf Bakterizide verzichtet werden, die gegebenenfalls Haut- und Atembeschwerden sowie Allergien auslösen können.

Bakterienkolonien kommen in allen Farben, Formen und Grössen vor.
Belinda Ries
Belinda Ries Mikrobiologielaborantin

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