06.11.2017Swiss Medtech bei Blaser Swisslube – Fokus auf die Hilfsstoffe

Neben meiner Wenigkeit nahmen über 50 weitere Personen an dem Anlass teil und fanden sich am Dienstagmorgen, 31. Oktober bei uns im Hause ein. Nach einem kurzen Begrüssungswort vom Swiss Medtech Geschäftsführer Peter Biedermann übernahm der Moderator Dr. Heiko Visarius. Ein Entertainer par excellence. Nur ohne Pyrotechnik. Die Gesundheitskosten steigen von Jahr zu Jahr nicht ohne Grund. Heiko Visarius redete jedem ins Gewissen. „Jeder von uns will die bestmögliche Behandlung, was das beste und nicht das kostengünstigste Implantat beinhaltet“. Die Optimierung der Herstellprozesse das omnipräsente Thema. Schon zu Beginn. Eine schlanke optimierte Produktion ist das Ziel von jedem Hersteller. Eine Grosse Herausforderung für die Unternehmen. Denn wie Heiko Visarius so schön sagte „irgend einer springt immer aus dem Busch und sagt: neeehhh, das geht so nicht!“. Tja, die lieben Chief Idea Killers und VP’s of NO. Wer kennt die nicht? Die gibt es ja nicht nur in der Medizintechnik. Aber wer kann bei diesen Problemen Abhilfe schaffen? Genau. Die Lieferanten von Prozesshilfsstoffen.

Prozess- und kostenoptimierte Zerspanung

Im Vortrag von Medartis zeigten Frau Andrea Kiefer-Schweizer, Head Quality Management und Herr André Vogt, Head Screw Manufacturing eindrücklich auf, wie sie in Zusammenarbeit mit Blaser Swisslube den bestehenden Produktionsprozess optimierten. Medartis stellt in Basel seit 1997 Implantatsysteme vornehmlich für die Behandlung von Knochenbrüchen her. Ziel des gemeinsamen Projekts war: 

  1. durch eine Optimierung des Produktionsprozesses die Kosten zu minimieren,
  2. den Arbeits- und Umweltschutz zu verbessern und
  3. die Zerspanung weiterhin stabil zu halten.   
Vortrag von Medartis

Essentiell für Medartis war, dass der Kühlschmierstoffwechsel (in Absprache mit der zuständigen Benannten Stelle) als nicht-signifikante Prozessänderung eingestuft wurde. Zuerst wurde vier Wochen im hauseigenen Technologiecenter von Blaser Swisslube getestet, bevor der neue Kühlschmierstoff bei Medartis eingeführt wurde. Folgende Verbesserungen wurden erreicht: 

  1. Kühlschmierstoffverbrauch um 50% gesenkt.
  2. Reduktion des Ölnebels um 75% (dies hat zu geringeren Reinigungskosten geführt).
  3. Auch die Produktionsmitarbeitenden empfanden den neuen Kühlschmierstoff als Verbesserung (besseres Sichtfeld bei der Zerspanungsoperation).
Folie von Medartis

Mehr als CHF 100'000 pro Jahr kann Medartis so einsparen! Und dies mit einem Aufwand von CHF 10'000 (für die benötigten Sauberkeitsanalysen). Besser geht’s nicht!

Fazit für mich: Die Prozesse (Produktion und QM) sind von Kunde zu Kunde unterschiedlich. Jeder Fall muss also individuell betrachtet werden. Nichts desto trotz: Eine Umstellung ist einfacher als manch einer denkt. Mit viel Potential für Einsparungen. 

Sichere Reinigung

Nach einer kurzen Pause – dies mit den Gipfelis habe ich irgendwie verpasst – übernahm Dr. Kathrin Annaheim (Borer Chemie), gefolgt von Dr. Reto Luginbühl (Blaser Swisslube). Der Einstieg mit dem Dreipunktgurt passte sehr gut. Denn seit dessen Einführung im Strassenverkehr konnten die Verkehrsunfälle mit schweren und tödlichen Folgen drastisch gesenkt werden. Genauso ist die Patientensicherheit in der Medizintechnik essentiell. Fundierte Kenntnisse über Zerspanung, Kühlschmierstoffe und Materialoberflächen sind wichtig. Speziell um eine effektive und effiziente Reinigung sicherzustellen. Take Home Message: sorgfältig entwickelte Reinigungsverfahren, die auf den Produktionsprozess optimal abgestimmt sind, führen zum bestmöglichen Ergebnis.

Live Demo der Hilfsstoffe

Und wer noch die Drehmaschine im Technologiecenter in Action und auf Volltouren sehen wollte, kam auch auf seine Kosten. Mit dem Fallbeispiel. Blaser Swisslube und Borer Chemie zeigten, wie ein Blaser Fässchen aus einem Titan-Zylinder gefertigt und anschliessend gereinigt wird. Die Sauberkeit der Teile wurde anschliessend durch einen einfachen Tinten-Test aufgezeigt.

Live Demo im Technologiecenter

Gelungener Anlass

Vorbei sind die Zeiten, in denen die produzierten Medizintechnikprodukte im hauseigenen Geschirrspüler noch den letzten Glanzschliff bekamen. Bei der Anekdote von Daniel Müller (Leitner AG) während der Podiumsdiskussion brach schallendes Gelächter aus. „Die Dinger glänzten mir damals einfach nicht genug“.  

Ein für mich gelungener Anlass. Er hat mir aufgezeigt, dass in Zusammenarbeit mit den Hilfsstofflieferanten vieles möglich ist. Hinsichtlich Prozess- wie auch Kostenoptimierung. 

Fragen?

Bei Fragen zum Thema Kühlschmierstoff in der Medizintechnik, steht Ihnen unser Blaser Swisslube Spezialist Daniel Schär gerne zur Verfügung. Tel. +41 34 460 02 91, d.schaer (at) blaser.com


Nadia Hofer
Nadia HoferWerbekoordinatorin

0 Kommentare

Ihr Browser ist veraltet!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen. Den Browser jetzt aktualisieren

×